Mobile Learning

Definition

Im E-Learning ist man gewohnt, mit elektronischen Lernmedien – wie bspw. am Fernseher oder PC – zu lernen. Dabei ist man immer an den jeweiligen Ort gebunden, an dem der Fernseher oder PC steht.

Wenn man aber das Lernmedium beim Lernen transportieren kann, spricht man von mobile learning. Dies trifft bspw. auf ein Smartphone zu, über das man Vokabeln lernt, während man im Zug sitzt.

Verschiedene Gerätetypen

Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere transportable (also mobile) Lernmedien, über die man E-Learning betreiben kann:

  • Tablets
  • mp3-Player
  • eReader
  • Netbooks
  • Convertables
  • Smartphones

Nachteile der mobilen Geräte

Im Vergleich zum Desktop-PC bedeuten die verschiedenen Gerätetypen zunächst, dass die Lernsoftware an verschieden große Bildschirme angepasst werden muss. Ein Smartphone-Bildschirm besitzt beispielsweise nur einen Bruchteil der Größe eines PC-Bildschirms. Dadurch wird bspw. ein „responsive Design“ nötig, das die verschiedenen Bildschirmgrößen erkennt und sich automatisch daran anpasst.

Zusätzlich besitzen die mobilen Geräte meistens keine Maus – was bedeutet, dass in der mobilen Lernsoftware keine hover-Effekte genutzt werden können (solche Effekte kennt jeder, der den Mauszeiger über ein Element auf dem Bildschirm hält und daraufhin einen Tooltip als Erklärung zu dem Element angezeigt bekommt). Außerdem gibt es keine rechte Maustaste, mit der oft mehrere Aktionen zu einem Element aufgerufen werden können.

Ebenso besitzen die mobilen Geräte keine richtige Tastatur – Lernübungen, bei denen man also Wörter eintippen muss, sind hierfür schlecht geeignet.

Vorteile der mobilen Geräte

Die meisten mobile devices (mobile Geräte) besitzen ein eingebautes Mikrofon und Lautsprecher, was bedeutet, dass Lernsoftware für mobile devices damit arbeiten kann, den Benutzer mit Ton zu unterstützen oder ihn etwas in das Mikrofon sprechen zu lassen.

Auch die eingebaute Kamera bietet Möglichkeiten, die man an Desktop-PCs nicht voraussetzen kann, weil man nicht weiß, ob die Benutzer eine Webcam installiert haben. Dadurch haben Benutzer vielfältige Eingabemöglichkeiten, von bestimmten Bewegungen bis hin zum Live-Support durch den Lehrer, der jede Gesichtsregung erkennen und darauf eingehen kann.

Die Lagesensoren, die erkennen, ob das Display gedreht werden muss, bieten die Möglichkeit, den Lernenden mit Bewegungen des mobilen Gerätes mit zusätzlichen Eingabemöglichkeiten zu begeistern – wie es bspw. bei Konzentrations- oder Geschicklichkeitsaufgaben der Fall ist.

Schließlich bietet der GPS Sensor die Möglichkeit für ortsabhängiges Lernen, da durch ihn automatisch erkannt werden kann, wo sich der Lernende befindet. Diese Funktion kann in Sport- oder Orientierungsübungen zum Einsatz kommen oder bei der Bereitstellung von zusätzlichen „augmented reality“ Informationen.

Szenarien des mobilen Lernens

Da die mobilen Geräte an verschiedenste Orte mitgenommen werden können, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, wann und wo gelernt werden kann.

Man kann generell überall dort lernen, wo man Wartezeit hat: Im Wartezimmer beim Arzt, beim Frisör oder wenn die Freundin beim Schuhekaufen zwischen den Regalen verschollen ist 🙂 Es kann auch eine Zugfahrt dafür genutzt werden, eine Lernsoftware durchzuspielen. Wenn man diese Möglichkeit täglich auf dem Weg zu seiner Arbeit nutzt, kann man mit der Zeit unheimlich große Fortschritte mit seinem Lernprogramm erzielen.

Aber auch bei der Arbeit  können mobilen Geräte beim Lernen/bei der Informationsbeschaffung unterstützen. Bspw. wenn ein Arzt seine Patienten besucht, kann sein Tablet ihn dabei unterstützen, Informationen über den jeweiligen Patienten, seine Leiden und die beste Therapie in Erfahrung zu bringen. Ein weiteres Anwendungsbeispiel wäre das Bereitstellen von QR-Codes an Supermarktregalen. Scannt ein Mitarbeiter diese mit seinem Smartphone ein, kann er bspw. lernen, wie die Regale am besten eingeräumt werden. Diese Vorgehensweise nennt man „training on the job“.

Fazit

Mobile Learning eignet sich besonders für spontanes Lernen an jedem beliebigen Ort: sobald man Zeit und Lust hat, kann man sein Lernprogramm aufrufen. Zusätzlich kann das Lernen am Arbeitsplatz erleichtert werden und Lehrpersonal gespart werden.

Quelle

Beitrag von Jürgen Kappus (ka:media) über E-Learning als Video unter http://www.youtube.com/watch?v=N-qkd5X7JVc


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